Über uns
Die vierte Ausgabe des Iranischen Filmfestivals Frankfurt findet in einer Zeit statt, in der Iran in den vergangenen Monaten in eine neue und entscheidende Phase eingetreten ist. Weitreichende Proteste, der Tod Tausender Bürgerinnen und Bürger, zunehmende öffentliche Unzufriedenheit, die Lage der Staatsführung und der anhaltende Schatten des Krieges haben ein Bild des heutigen Iran gezeichnet, das sich grundlegend von dem vor wenigen Monaten unterscheidet.
Das Organisationsteam des Festivals begann bereits vor Monaten mit den Planungen für diese Ausgabe und wählte Filme aus, die allesamt dem heutigen unabhängigen iranischen Kino angehören und aus dessen inoffizieller Strömung hervorgegangen sind. Diese Auswahl verlief zugleich – und unbeabsichtigt – parallel zu den tiefgreifenden gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen im Land.
Das iranische Kino sieht sich in dieser Phase mehr denn je verpflichtet, Werke zu schaffen, die frei von Zensur sind und den gelebten Realitäten der Gesellschaft nahekommen; ein Kino, das nicht darauf abzielt, die Wirklichkeit zu beschönigen, sondern bemüht ist, sie zu dokumentieren, Zeugnis abzulegen und im Gedächtnis zu bewahren.